
Dass der moderne Konsument immer individuellere Ansprüche geltend macht und immer ich-bezogener wird, dürfte kaum jemanden überraschen, der heute versucht, Massenware an eine immer diversifiziertere Kundenschaft zu bringen. Dass die Kunden aber auch wirklich treulose Tomaten sind, was die Beziehung zu Marken betrifft, geht dann schon ein bisschen ans Ehrgefühl von Unternehmen. Doch, wie Oliver Leise, Geschäftsführer des SEE MORE Instituts für Zukunftsforschung und innovative Strategien, in seinem Beitrag darstellte, damit müssen die Firmen sich abfinden – oder aktiv darauf reagieren und noch größeren Aufwand in die Kundenbeziehungen stecken: “Die Marken müssen den Individualismus bestätigen. Denn die Kunden von heute sind zwar vielleicht sehr viel kritischer als früher – und kommunizieren auch viel mehr und viel vernetzter. Sie wollen natürlich ernst genommen werden in ihren Wünschen, Bedürfnissen und in ihrer Kritik. Aber sie wollen auch Produkte und Marken, die sie lieben können, mit denen sie Emotionen verbinden. Wer es versteht, diese Emotionen zu wecken und dauerhaft mit seiner Marke zu verknüpfen, der gewinnt den modernen Konsumenten für sich.”


Dabei gilt es, so Leise, auf Werte abzuheben, die Trendthemen verkörpern – wie beispielsweise das Engagement in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit.
Immerhin: Staat und Politik geht es auch nicht besser, was die Vertrauensbasis mit dem Verbraucher betrifft – und in diesem Feld dürfte das Wecken positiver Emotionen um einiges schwieriger sein als im Bereich des Produkt- und Brandmarketings.
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