Im Teil 1 dieses Berichtes fragten wir am Ende: “Was sind die Vorteile für ein Unternehmen wie z.B. BASF, sich mit Innovationen zu beschäftigen?” Hier die Antworten auf diese spannende Frage…

Neben den damit erzielten Umsätzen geht es um das Image eines Unternehmens. Für Mitarbeiter ist es wichtig zu wissen, dass sie in einem Unternehmen arbeiten, das Produkte entwickelt, die Leben retten. Die Wahrnehmung des Unternehmens in der internen aber natürlich auch in der externen Kommunikation ändert sich durch diese sozial-motivierten Projekte, deren Wirtschaftlichkeit jedoch immer gegeben sein muss.

Um der Theorie ein Gesicht zu geben, stellt Dr. Andreas in seinem Vortrag einige dieser Produkte vor. So wurde beispielsweise ein erschwingliches Handy speziell für den Markt konzipiert, dass Anforderungen wie Staub- und Feuchtigkeitsbeständigkeit gerecht wird. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung einer beschichteten Seife. Ein Projekt, das BASF gemeinsam mit Unilever umgesetzt hat. Diese spezielle Seife ist eine Reaktion auf die Beobachtung, dass die Menschen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ihre Wäsche im Fluss waschen, die traditionelle Seife sich dementsprechend schnell auflöst. Die Beschichtung der neu entwickelten Seife führt nun zu einer längeren Gebrauchszeit. Auch wenn die Kosten für ein Stück Seife im Vergleich zu bisher genutzen für den Verbraucher leicht steigen, fällt nun der Nutzwert deutlich höher aus.

Natürlich stellt sich hier die Frage, ob das Unternehmen nicht so an der Armut der Menschen verdient. Dies wurde in der sich anschließende Runde auch diskutiert. Dr. Andreas Blüthner betont dem gegenüber die Nachhaltigkeit des „basis-of-pyramid“-Modells als alternatives Konzept für den sozialen Auftritt, was keinesfalls Ersatz für Spenden und Stiftungen sein soll, schließlich kann man so immer noch am schnellsten helfen.


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