Elke Wiedmaier, Geschäftsführerin Management Forum Starnberg GmbH, fazitiert “Das beste trendforum, das wir jemals gemacht haben”. Womit sie recht hat, wie Sie im Interview erfahren können:

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Das diesjährige trendforum war wieder gespickt mit Highlights. Ein solches war zweifelsohne die Präsentation der Microsoft Surface. Von “einer Art Premiere” in Europa sprach Bernhard Carli, Senior Business Development Manager der Microsoft Deutschland GmbH, der den interessierten trendforum-Teilnehmern einen detaillierten Einblick in die technischen “Spielmöglichkeiten” des Tisches gab.

Der Computer kommt ohne Tastatur, Maus oder sonstige Eingabegeräte aus und ermöglicht, dass theoretisch bis zu fünf Personen gleichzeitig an dem Tisch arbeiten können. Im Unterschied zu konventionellen Touchscreens ermöglicht der Surface wesentlich komplexeren Interaktionen mit allen zehn Fingern oder mit Objekten. Der Surface verwendet Microsofts aktuelles Betriebssystem Vista und verfügt unter anderem über WLAN, Ethernet 10/100 und Bluetooth 2.0.

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Sie möchten einen Eindruck von dem Geschehen an der Speakers’ Corner bekommen? Dann schauen Sie doch einfach Jacob Bilabel bei seiner Vorstellung der Product Carbon Footprints zu. Während der Mittagspause überzeugten zwei Querdenker das Publikum im Foyer des trendforums von ihren Visionen – und zwar ohne die Unterstützung von PowerPoint und Notebook.

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Es sind Fragen und Denkweisen, wie diese, die einen Visionär und Trendforscher aus der breiten Masse herausheben. Oder wer käme schon auf die Idee darüber nachzudenken, ob man allein dadurch, dass man mit dem Auto bevorzugt rechts abbiegt, Sprit sparen und den Emissionsausstoß reduzieren könnte. Derartige Visionen waren nun Inhalt der „Innovations – Blitzlichter aus der Zukunft“. Die Assoziationen zum Blitzlicht sind verständlich und so dienten drei prägnante und erhellende Vorträge aus unterschiedlichen Bereichen dem Publikum als Zeitfenster.

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“Ich kenne viele Formen von Veranstaltungen, die unter dem Motto Innovation stehen, aber für mich ist das trendforum in Deutschland ganz klar der Primus unter ihnen. Ein wirklich erstklassiges und fantastisches Event.” Jens-Uwe Meyer, Ideeologe – die Ideeologen, Gesellschaft für neue Ideen mbH
“Ein exzellentes Forum zum Austausch über den State of the Art im Bereich Trend- und Zukunftsforschung. Eine angenehme Atmospähre und genügend Zeit zum Netzwerken.” Dr. Kerstin Ullrich, Unit Director – GIM Gesellschaft für innovative Marktforschung
“Das trendforum hat sich sicherlich als eine der führenden Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum etabliert. Man kommt sehr schnell mit den verschiedenen Branchen ins Gespräch und damit ist der Auftritt auf dem trendforum für uns ein wesentliches Element der Außendarstellung.” Dr. Alexander Fink, Mitglied des Vorstandes – ScMI Scenario Management International AG

Auf einem branchenübergreifenden trendforum darf selbstverständlich auch ein Trendforscher aus den Bereichen Nahrung und Kosmetik nicht fehlen. Und mit Dag Piper, Global Director and Consumer Science der Symrise GmbH, war ein prominenter Vertreter eines global agierenden Unternehmens vor Ort. Im Gespräch erläutert Piper das Konzept der auf dem trendforum präsentierten Ausstellung “Sensperiences” und erklärt, was sich hinter dem Begriff “Food 3.0″ verbirgt.

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Es gibt auch Trends, die sich schon bewährt haben. Der Gedanke, das Prinzip der Redefreiheit an einem konkreten Punkt, der Speaker’s Corner, zu lokalisieren, gehört definitv dazu. Das trendforum setzt dieses klassisch-britische Prinzip nun erstmals auch in München um. Allein mit Überzeugungskraft, Argumenten, anschaulichen Beispielen und physischer Präsenz traten zwei innovative Köpfe an, um den Zuhörern ihre Ideen näher zu bringen.

Jakob Bilabel, Thema1, zeriss zur Illustration der Pro-Kopf-Emission an Treibhausgasen am Dienstag Zeitungen und verschüttete exemplarisch Mineralwasser. Einfache, aber effektive Mittel, den Anwesenden zu zeigen, wie einfach es sein kann, schädliche Emissionen zu verringern. Seine Idee, die Product Carbon Footprints, helfen, einheitliche Daten über den Emissionshaushalt einzelner Produkte in der Hand zu haben.

“Innovation gegen Widerstände” betitelte Josef Glöckl, Gründer und Geschäftsführer,
aeris Impulsmöbel, seinen Redebeitrag. Revolutionäre Sitzmöbel wie der swopper, was in erster Annäherung ein 3-dimensional arbeitender Hocker ist, benötigen nicht nur die Idee am Anfang, sondern auch Mut zur Durchsetzung der Idee. Die Sitzmöbel bieten, neben einer ergonomischen Sitzposition, auch den menschlichen Organismus unterstützende Eigenschaften wie das vertikale Wippen zur Entlastung organischer Funktionen der Leber.

Die Speaker’s Corner als Stand-Up-Bühne für Ideen und Konzepte erlebte auf jeden Fall eine gelungene Premiere.

Ist das überhaupt möglich?

Ja! Diese Trend-Map, eine Landkarte für Trends also, entstand als Live-Experiment während des trendforums. Sie ist der Versuch, konzeptionelles Denken in eine Sprache, die kulturell adaptiert und somit für die meisten Menschen relativ problemlos verständlich ist, zu übersetzen. Es entstand also innerhalb der beiden Tage des trendforums ein fassbares Bezugssystem für Trends, Werte, Technologien und Visionen.

Das Tool, das Trendonomy entwickelt hat und aktiv in Marketingabteilungen, beispielsweise bei BMW, eingesetzt wird, generiert auf dem trendforum aus ca. 10 verschiedenen Variablen eine Karte, die die Hemisphären “Gesellschaft” und “Technologie” sowie die vertikalen Achsen “Vernetzung”, “Individualität” und “Orientierung” zeigt. Je nach dem, welche Gewichtung Trends wie “Globalisierung 3.0″ erhalten, sprich, wie Menschen diese Entwicklungen einschätzen, berechnet sich der Werteraum der Trend-Map. Wie man sehen kann, entstehen Inseln, Berge, zusammenhängende Landmassen, die auf eine Verdichtung, Vernetzung und Priorität eines Trends schließen lassen.

Auf dem Trendforum wurden zunächst alle Referenten gebeten, an der Trend-Welt mitzubauen. Teilnehmer und Besucher verfeinerten und erweiterten diese Topografie individueller Visionen, die sich in der Trend-Map zur kollektiven Sicht der Dinge verdichtet hat – und interessante Ergebnisse liefert.

Das ist der Mann hinter dem Schuh: Mario Moretti Polegato, Gründer und Chairman, GEOX, hat Mitte der Neunziger den “Schuh, der atmet” erfunden. Da etablierte Hersteller diese innovative Idee nicht für unterstützenswert fanden, gründete er 1995 seine eigene Firma, der Rest ist ein Paradebeispiel für den Erfolg einer unternehmerischen Vision. Seine Keynote zum trendforum befasst sich mit der Frage, wie aus einer einfachen Idee – der Verbesserung des Mikroklimas in Schuhen zum Beispiel – ein erfolgreiches, innovatives und nachhaltiges Geschäftsmodell wird. In unserem Interview werden unter anderem auch die Zusammenhänge von Krise, Markt und Trends diskutiert.

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